Aktuelles

Presseartikel zur Situation der Gerichtsdolmetscher

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Nationalratssitzung am 24.04.2019

In der Nationalratssitzung am 24.04.2019 kam in der Debatte um geplante Gesetzesänderungen für Gerichtsdolmetscher auch deren schlechte Entlohnung zur Sprache.

Einige Abgeordnete fanden dazu klare Worte:

Dr. Irmgard Griss (NEOS): „Wenn man sich die Gebührensätze anschaut, dann glaubt man das gar nicht, denn für die Stunde kommen dann etwa 25 Euro heraus – ein extrem niedriger Betrag. Dafür werden Sie keinen Handwerker finden, der schaut um dieses Geld nicht einmal halb hin.“

Nurten Yılmaz (SPÖ): „Diese Personen verdienen, wenn sie schriftlich eine ganze Seite übersetzen, 15 Euro. Also da kriegen in Österreich sogar Dogwalker mehr pro Stunde, wenn sie mit drei Hunden 1 Stunde spazieren gehen.“

Alle Redebeiträge sind hier abrufbar.



BBU

Das Innenministerium plant die Errichtung einer „Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen“ („BBU“), die auch für die Zurverfügungstellung von Dolmetsch- und Übersetzungsleistungen im Asylverfahren zuständig sein soll.

Den Entwurf des BBU-Errichtungsgesetzes (BBUG) und die dazu abgegebenen Stellungnahmen (auch vom ÖVGD) finden Sie unter: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/ME/ME_00127/index.shtml




Parlamentarische Anfrage

Im Februar 2019 wurde von Dr. Irmgard Griss (NEOS) eine schriftliche Anfrage an den Bundesminister für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz betreffend den Notstand im gerichtlichen Dolmetschwesen eingebracht.

Den Text der Anfrage sowie die Antwort von Bundesminister Moser finden Sie unter:  https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/J/J_02863/index.shtml


Anmerkung: Der ÖVGD ist parteiunabhängig. Unser Forderungskatalog wurde den Justizsprechern aller im Nationalrat vertretenen Parteien geschickt; lediglich die NEOS haben unsere Anliegen aufgegriffen.
 
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